Der Lünersee, das Juwel des Rätikongebirges, liegt ganz auf Vandanser Gemeindegebiet, 1970 m hoch zu Füßen der Schesaplana, deren Gipfel ihn noch um 1000 m überragt. Er entstand aus Trichtern, die vom Wasser aus dem Gips herausgefressen wurden.
Sein Umfang ist 4,2 km, der Nutzinhalt heute nach dem Aufstau 76 Mio. m3. Vor dem Aufstau war er der größte natürliche Hochalpensee der Ostalpen. Scheinbar abflußlos, füllte er die riesige Schale mit dem berühmten Blau seiner Flut. Einige hundert Meter tiefer brachen damals seine Wasser als Quellenbündel aus der Seebordwand und stürzten als Wasserfälle zu Tal. Diese unterirdischen Abflüsse wurden abgedichtet. Zu diesem Zweck wurde der See mit einem künstlichen Stollen durch den Seebord abgelassen. Dabei wurden auf dem Seegrund im Schlick Geweihe und Knochen von vorgeschichtlichen Rothirschen gefunden. Der See war um 5000 bis 6000 Jahre v. Chr. von Fichtenwald umgeben, wo jetzt nur noch Legföhren und Alpenrosen gedeihen.
Pfarrer Severhard, einer der ersten Alpinisten im Montafon, glaubte, daß in den geheimnisvollen Tiefen ein Drache wohne. Durch die künstliche Aufstauung des Sees zur Wasserkraftgewinnung wurden Spiegelhöhe, Inhalt und Umfang wesentlich vergrößert.
Ein herrlich angelegter Rundweg führt von der Bergstation bzw. von der Douglasshütte rings um den ganzen Lünersee herum (6,5 bis 7 km lang, 1 3/4 bis 2 Std.) rot-weiss-rot markiert, in beiden Richtungen gleich schön.
Nach der Auffahrt mit der Lünerseebahn gelangt man direkt zum Lünersee, der mit der ihn einmalig umrahmenden Berglandschaft nicht nur ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger ist, auch Fischer kommen hier voll auf ihre Rechnung.
Bergfahrt
halbstündlich von 08:00 - 12:20 und von 13:10 bis 16:55 Uhr
Talfahrt
halbstündlich von 08.10 - 12.15 und von 13.00 bis 17.00 Uhr
Mittagspause
von 12:20 bis 13:10 Uhr - bei Bedarf durchgehender Betrieb!
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