Als früheste Bewohner scheinen in Vandans im 10 Jahrhundert die Rätoromanen aus der Provinz Rhätien auf. Viele romanische Namen geben heute noch Zeugnis davon. Die weitere Besiedlung erfolgte durch Kelten und die verschiedenen Stämme deutscher Alemannen. Erst ab dem 13. Jahrhundert ließen sich die deutschen Walser aus dem schweizerischen Kanton Wallis auf noch freiem Boden nieder.
Im Jahre 1754 hatte Vandans 700 Einwohner und 1823 waren es bereits 933. Die erste Kirche wurde 1480 erbaut. Damals gehörte Vandans zu Tschagguns und wurde 1651 eine eigene Pfarrei. Die vier Hauptwildbäche (bis 1903 noch 10 Bäche und Wassergraben) Aualatsch vom Golm, Allmustrik aus dem Rellstal, Mustrigiel aus der Valkastielschlucht und der Ladritschbach aus dem Vensertobel, prägten den Dorfcharakter und machten in früheren Jahren der Bevölkerung viel zu schaffen. Sie gaben auch dem Dorf den Namen "ad fontanas" (bei den Wassern). Urkunden aus dem Jahre 1432 berichteten über Fondans und weitere Archivunterlagen aus dem Jahre 1488 von Vondanns.
1799 marschierten das österreichische Militär und Montafoner Schützen durch das Rellstal gegen Napoleons Truppen, die in der angrenzenden Schweiz lagen. 1800 erfolgte die Besetzung durch die Franzosen und von 1803 bis 1814 gehörte Vandans mit dem Montafon zu Bayern.
Haupterwerb in den früheren Jahren war die Landwirtschaft. Die Bevölkerung war aber so arm, dass viele der Männer im Sommer als Verputzer, Maurer, Stukkateure und Krautschneider in Süddeutschland, der Schweiz und in Frankreich Arbeit suchen mußten. Auch zusätzlicher Verdienst als Sensenhändler, Ährenleserinnen und Hirten im benachbarten Ausland wurde gesucht. Der Bau der Arlbergbahn und der Kraftwerksanlagen im Montafon und Klostertal haben dann Beschäftigung gebracht. Zwischen den beiden Weltkriegen ist auch durch die Wildbachverbauungen und den Bau von Straßen im Tale die größte Not gebannt worden. Kurz nach dem Weltkrieg ist durch den Bau der Anlagen der Vorarlberger Illwerke und durch den Tourismus der heutige Lebensstandard erarbeitet worden.
Das Gemeindegebiet umfaßt 53 km² und erstreckt sich von der Ill bis zur Schweizer Grenze im Westen mit Schweizer Tor, Lünersee und Schesaplana. Derzeit hat Vandans rund 2.950 Einwohner.
Der Fremdenverkehr in Vandans reicht bis Anfang der 20er Jahre zurück. Bereits damals konnten die Gästehäuser Krone, Gemsle und Sonne, Bergfreunde und Reisende beherbergen. Die Naturschönheiten des Rätikons, so der Lünersee, die Zimba und Schesaplana, waren schon damals weit über die Grenzen hinaus bekannt. Bis zum Jahre 1959 war der Fremdenverkehr fast ausschließlich Sommersache. Ab dem damaligen Umbau der Materialseilbahn Golm zu einer Personenbeförderungsbahn wurde auch der Wintertourismus spürbar. Getrennte Werbeprospekte sollten nicht nur den Sommer- sondern auch den Wintergast ansprechen. Wie sprunghaft damals die Nächtigungszuwächse zu verzeichnen waren, geht aus einer Statistik hervor. Hatte man 1959 noch 16.000 Nächtigungen, so waren bereits 3 Jahre später die Nächtigungen auf ca. 44.000 gestiegen.
Während sich der Sommer rasch entwickelte, blieb der Winter doch weiterhin unbedeutend. Erst mit der Doppelsesselbahn Vandans als Zubringer zur Golmerbahn, welche 1968 erbaut wurde, bekam auch Vandans den direkten Anschluss an ein Skigebiet. 1969 hatte Vandans bereits 73.000 Nächtigungen, wovon ca. 11.000 auf den Winter fielen. um den Winter weiter zu beleben, wurde unter anderem eine Naturrodelbahn gebaut. Mit einer Länge von 2,7 km wurde auf dieser Bahn auf Anhieb eine Rodel-Europa-Meisterschaft auf Naturbahnen ausgetragen. Diese Rodelbahn wurde weiters mit einer Nachtbeleuchtung ausgestattet. 1995 wurde die Doppelsesselbahn Vandans durch die Golmerbahn ersetzt. Nicht nur der Alpinskisport, sondern auch das Skiwandern und Langlaufen in frischer, freier Natur wurde zur großen Nachfrage. Dieser Personenkreis bildet nun einen beachtlichen Teil unserer Wintergäste.
Heute verzeichnet Vandans eine Jahresnächtigung von ca. 110.000 Übernachtungen und ca. 29.000 Personen, worauf bereits ca. 60% auf den Winter fallen.
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